Drug Trap Hand Over Shot Glass

„Der große Wassercheck 2016 der Stiftung Warentest“

Können wir wirklich unser Leitungswasser bedenkenlos trinken?

Der neue Bericht über die Wasserqualität unseres Leitungswassers wirft wieder einmal deutliche Fragen auf und macht vor allen Dingen eines deutlich: „Prüfen Sie Ihr Leitungswasser vor dem Verzehr unbedingt auf Schadstoffe, denn keiner der gefundenen Rückstände gehört in unser Trinkwasser!“

Der große Wassercheck 2016″ der Stiftung Warentest – „Die Fakten“, heißt es in dem Bericht; einige Auszüge aus dem Test beleuchte ich Ihnen hier einmal näher:

Zitat: „Leitungswasser wird strenger kontrolliert als Mineralwasser“

Richtig, aber auch im Leitungswasser werden nur 55 der mindestens 2000 (WHO Empfehlung 200 Stoffe) untersucht und manche Grenzwerte dürfen zusätzlich hinterfragt werden!!!

Zitat: „Vermieter müssen für einwandfreie Leitungen sorgen“

Im Zweifel weiß also niemand wie die Wasserqualität bei Ihnen am Wasserhahn wirklich ist. Letztlich tragen Sie als Haus und Wohnungseigentümer oder Ihr Vermieter selbst die Verantwortung für sauberes Trinkwasser. Im Zweifel sollten Sie deshalb die Qualität Ihres Wassers unbedingt vor der Benutzung zum Kochen oder Trinken überprüfen!!!

Zitat: „Glyphosat in keinem der Wässer gefunden“

Interessante Aussage, denn auch wenn in keinem der getesteten Proben Glyphosat selber gefunden wurde, so enthielten doch einige Wässer Ampa (ein Abbauprodukt von Glyphosat) und in jedem zweiten Leitungswasser wurden weitere Pestizidrückstände gefunden. Und auch wenn es dafür keine gesetzlichen Grenzwerte gibt scheint die angebliche, gesundheitliche Unbedenklichkeit doch sehr fragwürdig!!!

Zitat: „Den Nitrat-Grenzwert überschreitet keines der Wässer“

Aber 27 der 28 überprüften Leitungswasser hatten Nitratrückstände in einer Konzentration von bis zu 30 mg/Liter. Laut deutscher Trinkwasserverordnung dürfen aber in unserem Trinkwasser bis zu 25 Tropfen (entspricht 50 mg/Liter) Gülle- und Kunstdüngerrückstände pro Liter vorhanden sein. Bis 2001 lag der Grenzwert für Nitrat noch bei 25 mg/Liter, weshalb die Bundesregierung aktuell gerichtlich von der EU zur Herabsetzung verklagt wird – von Entwarnung also keine Spur!!!

„Arzneimittelrückstände in einigen Trinkwasserproben nachgewiesen“

Natürlich heißt es auch hier „nicht gesundheitsgefährdend“ auch wenn aus der Homöopathie bekannt ist das allein die Wirkstoffinformation ohne jegliche, chemische Restspuren bereits im Organismus seine Wirkung zeigt. Gesetzlich vorgeschriebene Höchstwerte suchen wir allerdings auch an dieser Stelle vergeblich und was in unserem Trinkwasser nicht gesucht wird, wird normalerweise natürlich auch gar nicht gefunden. Entwarnung kann auch hier allerdings keinesfalls gegeben werden!!!

Zitat: „Kein Risiko durch Uran, ein sehr geringes durch Chrom (VI)“

Weiter heißt es, „…Chrom (VI) ist wasserlöslich und krebserregend. Einen Grenzwert gibt es bislang nicht. Wir haben es im Leitungswasser von 23 der 28 Orte gefunden“ – aber selbstverständlich bewegen wir uns auch hier im gesundheitlich nicht bedenklichen Bereichen – sollen wir das wirklich glauben???!!!

Zitat: „Säuglingsnahrung kann mit Leitungswasser zubereitet werden“

Weiter heißt es, „…Wer auf Nummer sicher gehen will, verwendet Mineralwasser, das laut Etikett für die Zubereitung von Säuglingsnahrung geeignet ist. …Solche Mineralwässer müssen besonders strenge Anforderungen erfüllen. Sie dürfen etwa nur 10 Milligramm Nitrat pro Liter enthalten…“ – wie war das noch mit den Nitratgehalten in den getesteten Leitungswässern??? Darüber hinaus gilt laut Trinkwasserverordnung für das Schwermetall Kupfer ein Grenzwert von 2 mg/Liter. Für die Zubereitung von Säuglingsnahrung wird allerdings dringend davor gewarnt den Richtwert von 0,1 mg/Liter zu überschreiten. Hier wirft die Empfehlung von Stiftung Warentest doch ganz erhebliche Fragen auf!!!

Zitat: „Nicht jedes Mineralwasser liefert mehr Mineralstoffe als Trinkwasser“

Richtig, und das braucht es auch nicht, denn unser Organismus bezieht die notwendigen Mineralien bei gesunder Ernährung zu 100% aus der festen Nahrung – anorganische Mineralien aus dem Wasser werden nur bei einer Unterversorgung durch mangelhafte Ernährung vom Körper verarbeitet. Dabei bilden sich durch die nicht verwertbaren Reststoffe zudem frei Radikale, die nur zum Teil ausgeschieden werden und den Körper zusätzlich verschlacken!!!

Zitat: „Ein Liter Leitungswasser kostet rund einen halben Cent“

Weiter heißt es, „Leitungswasser ist unschlagbar günstig. Für einen Liter wird inklusive Abwasserkosten rund ein halber Cent fällig. Mit diesem Preis kann Mineralwasser nicht mithalten“ – solange Sie die Qualität Ihres Wassers stimmt, kann ich dem nur uneingeschränkt zustimmen. Allerdings stelle ich in meinen Beratungsgesprächen und Wassertests in den Haushalten meiner Kunden immer wieder gesundheitsrelevante Schadstoffbelastungen fest. Und dann wird plötzlich sehr deutlich, dass die Versorgung mit reinem Trinkwasser in unserer modernen Welt nur durch eigene Initiative wirklich sicher ist!!!

Ein Skandal ist aber nicht das wir Schwermetallbelastungen, Medikamentenrückstände und vollkommen überhöhte Nitratwerte im Trinkwasser haben, denn das ist lediglich eine Konsequenz unserer gesellschaftlichen Lebensweise, der eigentliche Skandal ist, dass durch Berichte dieser Art und durch Beschwichtigungen der Bundesregierung immer wieder so getan wird, also wäre alles in Ordnung!

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